Friday, August 31, 2007

Geotraum

<i>Geographie<br>meiner<br>Träume<br>ist<br>nicht<br>untersucht</i>

Tuesday, August 28, 2007

BILD über BLOG

Bei Andrea fand ich diese amüsante Analyse der vorBILDlichen Darstellung des Mediums "Blog".
Komisch, wenn es um BILD und BLOG geht, war da BILDblog gar nicht erwähnt, so als Beispiel... Ist wahrscheinlich gar kein Blog, dieser Schadthafte.

Achja, liebe Andrea, ich habe in meinen Blogs auch keine Dreck-Bäck-Zeilen gefunden, deswegen werde ich Dich wohl nicht in die A-Gruppe katapultieren können. (???)
Deswesche schreib ich halt den Linck hienidda:
http://gig.antville.org/stories/1682091/

Monday, August 27, 2007

Schimmer

Ich habe einen blassen Schimmer,
Sonst hab ich nichts.
Es leuchtet meines Wissens immer
Des blassen Lichts.

Wenn ich die Strassen überquere
Im Nichts der Nacht,
Und wenn ich mich zum Teufel schere
Ganz unbedacht,

Gedankenlos irrlichteriere
Ich hin und her,
Und Neonleuchten buchstabiere -
Da ist nichts mehr.

Da ist nichts mehr in meinem Kopfe,
Nur leichtes Dimmern.
Das einzig wahr in dem Geschöpfe
Ist nur das Schimmern.

Saturday, August 25, 2007

Traumhaft

ich setze in der haft des traumes
fensterlos, da keine wände
auswegslos, da keine grenzen
nächtelang
tagelang
lebenslang

Friday, August 24, 2007

Die Faustregeln zur Bekämpfung der eigenen versteckten Terroristerei

Zuerst dachte ich, es sei ein Fake oder ein Witz, doch es stellte sich heraus, dass bei der Aktion "Wir sind ganz in Ihrer Nähe" es sich um eine offizielle Image-Kampagne der Bremer Polizei handelt.

Um was geht es? Es geht um mehrere Plakate, die mit der Überschrift "Wir sind ganz in Ihrer Nähe" überall in Bremen hängen. In diesen Plakaten wird aufgelistet, wie man als ein Terrorist verdächtigt werden könnte.

Meine Lieben, wir leben in gefährliche Zeiten, wo wir selbst, ohne es zu ahnen, zu miesen und gefährlichen Terroristen werden, beispielsweise, wenn uns im Handy das Akku ausgeht.

Daher habe ich hier einige Grundsätze zusammengefasst, die uns helfen, das üble Terrortum in uns zu bekämpfen und zu dämmen. Damit wir zu gesetzgerechten und braven Bürgern unseres Landes werden.

Die Faustregeln.

1. Dumm werden. Es ist schwer, ich weiss es. Aber wir müssen ja die intellektuelle und sachliche Voraussetzung nicht erfüllen dürfen, damit wir dieses Verhängnisvolle Bekenntnisschreiben verfassen könnten.
Also: BILD-Zeitung lesen, RTL schauen und alle Bücher gefälligst aus der Wohnung wegschaffen. Die bringen nämlich auf so Gedanken. Vor allem: Bibliotheken meiden.

2. Auffällig sein. Findest Du Dich aber trotz aller Bemühungen in einer Bibliothek wieder, so versuche so auffällig wie möglich zu sein, um nicht aufzufallen. Denn die Personen, die die ihnen zur Verfügung stehenden Bibliotheken unauffällig nutzen, fallen nach Punkt 2 als Terrorverdächtige auf.
Also: während des unfreiwilligen Aufhaltens in der Bibliothek laut schreien, springen, mit Büchern werfen. Das ist die sicherste Methode, in Bibliotheken zu überleben, ohne gleich des Verbrechens bezichtigt zu werden.

3. Kontakte meiden. Da im Prinzip jede Person, mit der man sich trifft, eine Straftat verbergen könnte, ist es am sichersten, sich in einer gefahrlosen Umgebung aufzuhalten und jedwede Kontakte zu meiden.

4. Wenn die 1 Faustregel bereits erfüllt ist, können wir davon ausgehen, dass es uns nie zustösst, Artikel oder wissenschaftliche Abhandlungen geschrieben zu haben, die militanten Termini wie Berlin und Hartz IV beinhalten.

5. Sich nie mit Themen der nicht gerechten Weltwirtschaftordnung, Präkarissierung, Entwicklung der Städte und Regionen zu befassen. Am besten, auch mit keinen anderen Themen. Überhaupt, anzufangen sich zu befassen kann bald zu einem verfassungswidrigen Unterfangen werden.

6. Nie an Demonstrationen teilnehmen. Grundsätzlich gelten zwei Möglichkeiten, sich in grösseren Gruppen zu befinden, ohne gleich subversiv zu wirken: in einem Biergarten und während der Fassenacht. Die Subversivität dieser zwei gesellschaftlichen Treffpunkte hat eine eher alkoholische Natur, also ungefährlich. (Denkt aber dabei an die Regel 3 und meldet alle verdächtigen Straftäter).

Liebe Mitbürger, wenn Ihr all diese Faustregel erfüllet, wird unser Land sicher sein. Da bin ich mir sicher.

Sprach-Zensur schreitet voran

akademie.de, die mit Tipps und Musterbriefen u.a. zum Thema GEZ geholfen hatte, bekam nun von GEZ eine Abmahnung. Nicht wegen der Hilfsunternehmungen, sondern Unter anderem wegen der sprachlich "irreführenden" Begrifflichkeit.

http://www.akademie.de/direkt?pid=46420&tid=22061

Solche Begriffe, wie "GEZ-Gebühren" seien falsch, weil negativ konnotiert. Dafür werden schlangenartige ellenlange Ersatz-Termini benutzt.
Z.B.:

falsch: GEZ-Gebühren
richtig:
gesetzliche Rundfunkgebühren

falsch:
GEZ-Gebührenfahnder
richtig: Beauftragtendienst der öffentlich rechtlichen Rundfunkanstalten oder Rundfunkgebührenbeauftragter

falsch:
GEZ-Briefserien
richtig:
mehrere Informationsschreiben der GEZ und/oder Schreiben, mit deren Hilfe der gesetzliche Auskunftsanspruch des § 4 Abs. 5 RGebStV geltend gemacht wird

Eigentlich, müssten die bei sich selbst anfangen, denn auf deren Homepage steht klipp und klar: "GEZ GEBÜHREN". OK, ohne Bindestrich. Dafür mit reichlich Capslock.

Unser Web füllt sich langsam mit Euphemismen auf. Bald werden wir die Metaebene der Sprache öfters zu Rate ziehen, da die direkten - und lakonischen - Ausdrücke verboten und abgemahnt werden.

Wie gefällt Euch diese Zensurerei... ähm... "Neudefinition der negativ konnotierten Termini zwecks Verbesserung des Bildes, das sich die Öffentlichkeit von der Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten machen soll"?

Gefunden bei
Robert Basic

Werbung für BILDblog

Sachmal, scheint es mir nur oder werden die Medien so langsam vernünftiger?
Denn endlich wird für BILDblog geworben - von Anke Engelke ("Danke, Anke"), und von CM Herbst (aka Stromberg). Das ist ja traumhaft.

Und das wunderbarste daran ist - alle Clipmacher haben ehrenamtlich gearbeitet, aus Überzeugung. Das klingt ja schon beinahe irreal im Kontext der Mainstream-Medien-De-generation (wobei, von Brainpool, Engelke und Herbst kann man solche Geniestreiche ja wohl erwarten).

Leider wird dieser Werbespot (z.Z.) nur auf MTV, Viva und Comedy Central gezeigt - das ist schade, denn die Zuschauergruppe dieser Kanäle zählt wohl auch nicht zu den Bild-Lesern (hoffe ich doch).

Wie es irgendwo bereits geträumt wurde, so einen Clip auf RTL zu zeigen - des wär scheee!

Übrigens, hier ist dieser Clip:


Link: sevenload.com

Thursday, August 23, 2007

House of Leaves

Die Zeit ist mal flink wie ein erschrockener Hase, mal langsam wie eine vom Himmel fallende Feder in windlosem Raum. Apropos Raum...

Eigentlich habe ich bereits das lang erwartete Buch von M.Z.Danielewski "Das Haus" (engl. "Haus of Leaves") bestellt, jedoch bis zum Erscheinungstag am 29. August sind es noch eine ganze lange Woche, das heisst sieben Tage, das heisst die happigen 168 Stunden, das heisst so circa 10.080 Minuten (naja, plusminus, wie gesagt). Aber das Buch ignoriert die Zeit und bleibt irgendwo im Raum stecken, fern von meinem Haus.

Auf jeden Fall, das Schicksal erwies sich doch als gutmütig, wie eine 100-jährige Grossmutter, die zwar vom Enkelkinde eine Schockolade-Schachtel fernhält, jedoch mit ein Paar Pralinen doch insgeheim beglückt.

Von der offiziellen deutschen Webpräsenz des Buches/Autors kann man nämlich eine Leseprobe herunterladen - mit satten 119 Seiten an TEXT.

Und zwar hier: http://www.danielewski.de/?p=53

Vielen Dank, Ihr lieben, nun kann ich irgendwie die 10.080 Minuten überbrücken. Denn dann sind es ja nur noch 168 Stunden, das heisst lediglich 7 Tage, also insgesamt 'ne kurze Woche Zeit, bis das Buch mein Haus erreicht.

Tuesday, August 21, 2007

Des mobilen Fernsprechers seltsame Kenntnisse.

Unverständlich und merkwürdig sind die Kenntnisse der Wort-Autoerkennung beim Wörterbuch (t9) auf vielen mobilen Fernsprechern (im Neusprech "Händih" genannt): erwägt man, eine SMS zu verfassen, um einen lieben Menschen darauf hinzuweisen, dass er (in meinem Falle, sie) auf dem Markte Zwiebel, Lauch und Hackfleisch einkaufen sollte, meldet sich sofort der kleine elektronische Übeltäter mit den cappriciösen Bemerkungen, er kenne das Wort nicht. "Hackfleisch" wird als "hackeleg" angefangen, bei Zwiebel erkennt er nur "Zwie" und Lauch verwechselt der kleine Plastikmonstrum mit "Laubi".

Tippt man jedoch Wörter aus dem Nazi-Vokabular ein, die kennt er alle: von Gestapo bis Vergasung... Nun ist natürlich die Frage, ob man diese unsäglichen Begriffe braucht. Eine klare Antwort meinerseits: nein! Doch irgendwie mussten diese Wörter in das gespeicherte "Handy"-Wörterbuch eingetragen worden sein... Aber wie?...

Aufmerksam wurde ich durch eine Beobachtung von "Citronengras"
http://citronengras.de/woerter-die-word-nicht-kennt-und-woerter-die-t9-kennt/
und nach empirischen Analysen kam ich zu einem erschreckenden Ergebnis: das stimmt...

So muss ich selbst nun auf die Märkte gehen, um die Unverständlichkeit des Verständlichen und das darüber kronendes übles Lachen des Abartigen zu vermeiden. Andererseits entlaste ich somit meine Herzallerliebste.

Tuesday, August 14, 2007

Second Life, First Life

Eben fand ich im Blog von <a href="http://www.williamgibsonbooks.com/blog/2007_08_01_archive.asp#8445841013554185105">Gibson</a> diese Visualisierung des Zweite Lebens im Ersten.

http://www.youtube.com/watch?v=flkgNn50k14

Sehr nett.

Meine Antwort auf die Blog-Philippika seitens SZ

Der Artikel der SZ "Abgebloggt" verfolgt eine mir sehr gut bekannte Linie: die Presse sei Autorität, die Blogs seien bestenfalls Amateurwerke. Daher seien die Blogs ungeniessbar, kauft lieber die Zeitung, da steht alles drin.

Immerwieder stösst man auf solche Vorurteile gegenüber den Blogs. Man merkt nicht, dass man über zwei unterschiedliche Medien spricht, die parallel laufen und einander wohl kaum 100%tig ersetzen werden. Und was denkt Ihr zu diesem Thema?

Da ist übrigens mein Lesebrief, den SZ vielleicht gar nicht abdrucken wird.

Ich fürchte, dieser Artikel bezweckt genau das, was er kritisiert. Er tadelt die neuen Medien für die abwesende gesellschaftliche Relevanz, betont aber auch die gesellschaftliche Unwirksamkeit der Blogs in Deutschland. Er baut damit immer mehr Barrieren und scheint dadurch die Entwicklung dieser gesellschaftlichen Relevanz zu erschweren (da die Leserschaft die Dar- und Vorstellungen des Autors auf die für sie eventuell wenig bekannte deutsche Bloglandschaft extrapoliert).

Die unzählige Bloggemeinschaften, die unter dem Zeichen Social Networking entstanden sind, haben auch in Deutschland durchaus eine gesellschaftliche (und immer steigende) Relevanz, die müsste man hervorheben und unterstützen.

Die Hauptangst, die hinter der Kritik steckt, ist die der Zerstörung von Autorität Presse durch die unzähligen "Amateure". Man betrachtet diese Situation als eine Opposition "Presse vs. Blogs", was meiner Meinung nach gesellschaftlich verheerende Folgen haben könnte. Denn warum immer diese Opposition? Warum keine Kooperation oder Ergänzungsangebot?

Das stimmt, die Blogs sind durch ihre Subjektivität ausgezeichnet, sie leben praktisch von dieser Eigenschaft, die bei den herkömmlichen öffentlichen Medien nur sehr gering (höchstens in Glossen) vorkommt. Die Blogs sind jedoch in ihrer unstimmigen und widersprüchlichen Vielfalt teilweise vertraunswürdiger als eine Zeitung, die sich oft der fehlerhaften Quellen bedient (Stefan Niggemeier hatte ja auch die dpa-"faux pas" öfters in seinem Blog konkretisiert und bezog sie keineswegs nur auf die B*-Zeitung). Genauer gesagt: bei den Zeitungen setzt der Leser oft die Nachrichtenrelevanz voraus - und öfters wird irregeführt. Die Blogs erheben keinen Anspruch, authentisch zu sein. Sie sind authentisch in ihrer Subjektivität. Die Blogs sind in erster Linie Meinungsabbildungen, und erst in zweiter (oder dritter) Linie Informationsquellen. Und vor allem: die Blogs sind Redaktionsunabhängig, der passionierter Blogger schreibt nicht, um das Geld zu verdienen oder unter Corporate Identity eine Meinung der Vorgesetzten zu vertreten, er schreibt als ein Einzelindividuum, aus Überzeugenheit.

Ich denke, die Blogs und die herkömmlichen Medien sind gleichwertig existenzberechtigt - beide Medienarten haben ihre Stärken und Schwächen. Daher müsste man die Blogs an sich publik machen, erweitern und auszeichnen, statt Philippika zu halten und die Leserschaft abzuschrecken.
Übrigens, wer ist diese finstere Gestalt auf dem Foto zum Artikel? Wenn damit die Presse personifiziert sein sollte, werde ich sie mit noch mehr Vorsicht geniessen.

Friday, August 03, 2007

Viral Marketing: Höhen und Fallen

Wie alles sich zum Ganzen webt,
Eins in dem andern wirkt und lebt!
...
Welch Schauspiel! Aber ach! ein Schauspiel nur!
Goethe "Faust I"

Die Idee von Viral Marketing ist so genial wie einfach:
Warum grosses Geld ausgeben, um mit teuren Werbungsaktionen die ohnehin werbungsmüden Verbraucher ansprechen zu versuchen und zu interessieren, wenn es die Verbraucher selber machen können!
Wir streuen die Hinweise und Andeutungen => der Verbraucher wird aufmerksam und gespannt => Verbraucher tauschen untereinander Interpretationen, bilden Theorien, lassen der eigenen Phantasie vollen Lauf => wir ernten.
Bei den herkömmlichen Medien, z.B. beim Fernsehen greift der Verbraucher bei jedem Werbungsblock zur Fernbedienung. Es sei denn, man möchte eine Werbung sehen, was auch heutzutage leider weder ästhetisch noch inhaltlich nur selten erreicht wird...

Bei den neuen Medien schaut der Verbraucher die Werbung zwar auch nur, wenn er es möchte (denn bereits viele Browser unterdrucken die penetranten Werbungselemente auf den Websites).
=> Man muss aber die Werbung nicht gleich explizit als Werbung anbieten
.

Das haben wir bereits am Beispiel Cloverfield erlebt: man zeigte einen geheimnisvollen Trailer, man öffnete mehrere geheimnisvollen Websites, man streute einige geheimnisvolle Gerüchte und Vermutungen. Prompt fühlten sich die - in unserem Fall - Vernetzten, und - künftig - Zuschauer angesprochen.

Die Geheimniskrämerei im WWW steht an der Tagesordnung, besonders, wenn es um irgendwelche an sich - und für sich - geheime Projekte geht. Da öffnet sich eine Homepage mit seltsamen Snapshots, da finden sich die fiktive Profile der Protagonisten bei MySpace, da stosst man auf eine seltsame Seite mit apokalyptischen Videoprophezeiungen und Rätseln, und auf einen dieser Seite oppositionell gerichteten Blog auf Sanskrit.

Da kommen die Anregungen, da werden Theorien gebildet:
  • einerseits: das nicht anthropomorphe, merkwürdige und älteste Volkchen Mezin (aus dem Sanskrit-Blog) versucht den Ethan Haas zum Schweigen zu bringen
  • andererseits: ein Monster aus dem Filmtrailer zerstört New York
  • dazu auch: die ominöse Seite eines japanischen Getränks "Slusho!" versteckt in lustigen Comic-Figuren und Jenglisch-sympatischen Texten viele Andeutungen an Chtulhu-Mythos von HP Lovecraft (dazu scheint alles dafür zu sprechen, dass diese Seite von JJ Abrams in das Projekt hineinbezogen wird).
JJ Abrams leugnet sofort die Verbindung der Ethan-Haas-Geschichte mit seinem Projekt. Oder gehört diese Leugnung auch zum Projekt (der Autor verliert die Kontrolle über seine Fiktion)?..

Dazu sagt der für seine Mystifikationen berühmt-berüchtigte JJ Abrams, Vater von "Lost" und "Alias" (die von intelligenten Geheimnissen, kulturgeschichtlichen Kontexten und nicht aufgelösten Rätseln nur so sprudeln) folgendes aus:
“I want a monster movie, [...] we need our own monster, and not King Kong, King Kong's adorable. I wanted something that was just insane and intense. "
quelle: http://www.firstshowing.net, auch als Video bei youtube
Also werden die aus dem Internet ausgefischten Artefakte gemischt, mit HP Lovecraft'schen Cthulhu und Mythen über die Ältesten gewürzt, verrücktesten Theorien gebildet - und das alles nur von Verbraucher selbst. Die Fischer der Marketingabteilung(en) hatten ja bereits die Netze mit Kodern aufgestellt, nun sitzt man, trinkt sein Bierchen und wartet auf den grossen Fang.

Und dann kommt der Schlag. Grausam für die Rezipienten, unumgänglich für Viral-Marketinger.

Die Nostradamus-esque Ethan-Haas-Seite nennt den 01.08. als ein Datum, an dem Etwas enthüllt wird. Alle warten gespannt darauf, was für ein Monster zerstört NY, und was haben die Mezin damit zu tun?..

Am 31.07. wartet man fast hysterisch auf morgen.
Am 01.08. kommt im Sanskrit-Blog ein Puzzle-Teil und ein Sanskrit-Text (übersetzt als: "Comming soon").
Am 02.08. (Apotheose der Spannung) kommt's dann...


...Die Ethan-Haas-Seite sowie der Sanskrit-Blog haben tatsächlich nichts gemeinsames mit Cloverfield-Projekt. Der letzte Eintrag im Sanskrit-Blog verweist auf die Seite mit einem RPG-Spiel "Alpha Omega" von MindLab. Das war alles Werbung von einem Spiel... In Kommentaren zum Blog-Eintrag wird eine starke Enttäuschung deutlich:
I cried a single tear.
And now I am going to bed. (link)

How terribly disappointing... I keep hoping that maybe this is some kinda bluff, but considering the page that was supposed to be damning ethan haas is now "praising" him... (link)

Of course something happens RIGHT after I go to bed. Well, I woke back up anyway, not because of this. Guess its still a disappointment after all that though. Eh, its better than nothing. (link)

All that, and this is it....? I think i'm going to be sick. (link)

BOOOOOOOOOOO!!!!!!!!!! (link)
Also war die Marketingabteilung von MindLab sozusagen als Trittbrettfahrer (nein, zu harsch)... als Mitfahrer und Mitsurfer. Sie bestiegen die Welle von Cloverfield und ernteten grosse Aufmerksamkeit, auch vielleicht ohne etwas dafür/dagegen zu unternehmen: das Publikum tat's. Nun sind aber die Kunden äusserst enttäuscht, und dieser Rückschlag schadet sowohl MindLab mit ihrem Spiel, als auch JJ Abrams mit Cloverfield.

Denn das geheime Universum des Cloverfields ist einer grossen Enigma los geworden. Der Projekt wird armer. Die Überinterpretation seitens der User erwies sich als ein Bärendienst...

ERGO: Viral Marketing kann grosse Wellen schlagen, die mit dem paranoischen Enthusiasmus des Web-Users und verdächtigen Anonymität des Internets sehr erfolgreich für den Werbungsprojekt sein können. In einem Gegenfall, wenn der Projekt sehr schnell als Viral Management enthüllt wird, und vor allem - wenn er die Erwartungen der Nutzer nicht übersteigt - dann droht ihm Fiasko...

Das Interesse der Kunden - das ist der Hauptkapital beim Viral Marketing.
Fehlt das Interesse - scheitert das Projekt.

Thursday, August 02, 2007

Cloverfield =/= Ethan Haas

Ethan Haas war eine Werbung für das Spiel AlphaOmega,
http://www.alphaomegathegame.com/

Das haben die Sanskrit-Menschen auf ihrem Blog http://ethanhaaswaswrong.blogspot.com/2007/08/blog-post_02.html offenbart.
Irgendwie schade, dass es nicht zum Projekt "Cloverfield" gehörte.

Die ersten Enttäuschungen machen sich breit.

Aber warten wir mal ab.

Wednesday, August 01, 2007

Gehörte Gespräche

- Was is'n mit Deinen Pflanzen los?
- Die sind... Ach was weiss ich...
- Du müsste die mal düngen.
- Was für Dinge?
- Nicht DINGE.
DÜNGEN!